Wilhelm Lexis

Forschung in Bunsens Chemielabor um 1860
Lexis, Wilhelm   (1837 - 1914)
Lexika
Biographische Informationen
    im Internet
    gedruckte Biographien
Werk
    im Internet
    in Heidelberg
    Literatur über das Werk
Bibliographien
Das nebenstehende Bild stammt aus dem von Felix Klein verfassten Nachruf im Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.

Lexika

Der grosse Brockhaus. - 18. Aufl. - Wiesbaden
Bd. 7. - 1979, S. 123

Lexis, Wilhelm, Volkswirt und Statistiker,
* Eschweiler 17.7.1837, † Göttingen 24.8.1914, Prof. in Dorpat, Freiburg i. Br., Breslau, Göttingen (seit 1887), entwickelte u.a. die Dispersionstheorie über die Varianz statistischer Quoten bei zeitlichen Schwankungen.

Meyers enzyklopädisches Lexikon. - 9. Aufl. - Mannheim [u.a.]
Bd. 15. - 1979, S. 31-32

Lexis, Wilhelm, * Eschweiler 17. Juli 1837, † Göttingen 24. Aug. 1914, dt. Nationalökonom und Statistiker
Professor in Dorpat (ab 1874), Freiburg i. Br. (ab 1876) und Göttingen (ab 1887), Gründer der ersten dt. Universitätsseminars für Versicherungswissenschaft (mit Felix Klein). Bed. sind v.a. seine statist. Veröffentlichungen.
Hauptwerke: Einführung in die Theorie der Bevölkerungsstatistik (1875), Zur Theorie der Massenerscheinungen in der menschl. Gesellschaft (1877), Abhandlungen zur Theorie der Bevölkerungs- und Moralstatistik (1903).
Literatur: HdSW 6, 1959. S. 590. - Festgabe f. W. L. Hg. v. G. Adler u.a. Jena 1907.

Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 287

Lexis, Wilhelm Hektar Richard Albrecht: geb. 17. 7. 1837 Eschweiler bei Aachen, gest. 24. 8. 1914 Göttingen; Statistiker, Ökonom. — L. studierte ab 1855 in Bonn und Heidelberg zuerst Jura, dann Mathematik und Naturwissenschaften, war Hilfslehrer am Gymnasium in Bonn und arbeitete eine Zeitlang in BUNSENS (1811-1899) chemischem Laboratorium in Heidelberg. 1861 widmete er sich in Paris volkswirtschaftlichen Studien, war ab 1872 a. o. Prof. der Nationalökonomie in Straßburg, 1874 o. Prof. in Dorpat, 1876 in Freiberg, 1884 in Breslau, ab 1887 in Göttingen.

Seine Hauptbeiträge lagen auf dem Gebiet der Statistik, Theorie der Bevölkerungsstatistik, Probleme der statistischen Homogenität, wie sie bereits 1874 von E. DORMOY (?) und 1855 von I.-J. BIENAYME untersucht wurden. L. lenkte die Analyse von statistischen Reihen in eine neue Richtung, er begann mit der Analyse der Dispersion und der Varianz und nahm damit in gewissem Sinne die Varianzanalyse von R. A. FISHER mit dem Lexisschen Verhältnis voraus.

— Hilmar Grimm

Anmerkung: Wilhelm Lexis war nicht in Heidelberg immatrikuliert. Am 27.10.1863 immatrikulierte sich ein damals 21jähriger Peter Lexis aus Eschweiler, dessen Vater Arzt war. Es handelt sich wahrscheinlich um einen jüngeren Bruder von Wilhelm Lexis.
G. Dörflinger

Top

Biographische Informationen


WWW-Biographien

Wilhelm Lexis aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Biographie vom St. Andrews Archiv

Bildnis (University of York / Department of Mathematics)

  Wilhelm Lexis / Nachruf von Felix Klein


Print-Biographien

Nachruf im Jahresbericht der deutschen Mathematiker-Vereinigung, Bd. 23 (1914), S. 314-317 von F. Klein     DigiZeitschriften
UB-Signatur:L 22::23.1914
Auch die Arbeit im chemischen Laboratorium von Bunsen in Heidelberg konnte ihn nicht lange fesseln.

Neue deutsche Bibliographie. - Berlin
Bd. 14 (1985), S. 421-422     NDB
UB-Signatur: LSN A-EH 001

Er [Wilhelm Lexis] promovierte über ein Thema aus dem Bereich der mathematischen Physik und arbeitete vorübergehend als Lehrer am Bonner Gymnasium sowie im chemischen Laboratorium von R. Bunsen in Heidelberg.

International encyclopedia of the social sciences. - Vol. 9 (1969), p. 271-276
Mit Publikationsliste
UB-Signatur: LSA Soz-AA 001

For some times he did research in Bunsen's chemical laboratories in Heidelberg.

Nachruf im Bulletin de l'Institut International de Statistique, Bd. 20,1 (1915), S. 328-332 von L. v. Bortkiewicz
UB-Signatur: A 419::20.1915,1

Nach einem kurzen Aufenthalt in Heidelberg, den er dazu benutzt hat, um in Bunsens chemischen Laboratorium zu arbeiten, siedelte Lexis 1861 nach Paris über ...

Esenwein-Rothe, Ingeborg: Wilhelm Lexis : Demograph und Nationalökonom. - Erlangen, 1991
UB-Signatur: 91 A 8429


Top

Werk


Im Internet

Einleitung in die Theorie der Bevölkerungsstatistik / von Wilhelm Lexis. - Strassburg, 1875
(Göttinger Digitalisierungszentrum)

DigiZeitschriften, das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv enthält die Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, in denen Wilhelm Lexis mehrere Artikel publizierte.
Nach "Lexis W" suchen und auf Metadaten und den Autor "Lexis W" einschränken.


In Heidelberg vorhandene Schriften

In Heidelberg sind insbesondere in der Campus-Bibliothek Bergheim (Sigel: WS) eine Reihe der volkswirtschaftlichen Schriften vom Wilhelm Lexis vorhanden.

Suche nach Autor Wilhelm Lexis in HEIDI mit Buchausgabe in

Literatur über das Werk Wilhelm Lexis'

Adler, Georg [u.a.]:
Festgaben für Wilhelm Lexis : zur siebzigsten Wiederkehr seines Geburtstages / dargebracht von G. Adler ... - Jena, 1907
Widmung
    UB: K 188-6
Sigler, Stephen M.:
The measurement of uncertainty in nineteenth-century social science
In: The probabilistis revolution. - 1 (1987), S. 287-292
    UB: 90 H 121::1

Verzeichnis der Bibliothekssigel
Top

Bibliographien


International encyclopedia of the social sciences / David L. Sills, editor. - Vol. 9 (1969). - S. 274-275
    UB: LSA Soz-AA 001

Anfrage an Zentralblatt MATH   zum Autor   Lexis, W*   oder zum Titel   Wilhelm Lexis.
Im Zentralblatt MATH findet sich kein Nachweis zum Autor W. Lexis.


Letzte Änderung: 24.03.2024     Gabriele Dörflinger   Kontakt

Zur Inhaltsübersicht     Historia Mathematica     Homo Heidelbergensis