Leo Koenigsberger: Hermann von Helmholtz

Personenregister J

Jacobi, Carl Gustav Jacob
Mathematiker,
* Potsdam 10.12.1804, † Berlin 18.2.1851; habilitierte sich 1824 in Berlin, war 1826-43 im preuß. Königsberg tätig (ab 1830 als Ordinarius), wo er sich unter dem Einfluss von F.W. Bessel für angewandte Mathematik zu interessieren begann. 1834 richtete J. mit F.E. Neumann das mathematisch-physikal. Seminar ein, das zu einem Zentrum der Mathematikerausbildung wurde und die preuß. Universitätsreform nachhaltig beeinflusste. 1843 kehrte J. nach Berlin zurück, wo er als Mitgl. der Akademie wirkte.
. . .
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 11, S. 68
      Meschkowski S. 132-133
      ADB Bd. 50, S. 598-602
      NDB Bd. 10, S. 233 f.
      Pogg. I. Sp. 1178-1181, III. S. 681
     Carl Gustav Jacob Jacobi : Festschrift zur Feier der 100. Wiederkehr seines Geburtstages / von Leo Koenigsberger. - Leipzig, 1904. - XVIII, 554 S.
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Jacobi/
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Jacob_Jacobi
⇒ I: 56, 80.
⇒ II: 323, 324.
⇒ III: 45.

Jacobi, Joh. Jac. (Mathematiker)
Jacobi, Carl Gustav Jacob

Jacoby, Johann
Arzt,
* Königsberg 1.5.1805, † Königsberg 6.3.1877.
J. war 1828-77 Arzt in Königsberg; Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung und 1863-70 Mitglied des Preuß. Landtags. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Handwerkervereins in Königsberg. Wegen einer 1863 gehaltenen regierungskrit. Rede wurde er zu sechs Monaten Haft verurteilt.
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      Best-Weege S. 188-190
      //de.wikipedia.org/wiki/Johann_Jacoby
⇒ I: 114.

Jacoby, Louis
Kupferstecher,
* Havelberg 7.6.1828, † Berlin 11.11.1918;
nach Lehrjahren in Berlin lebte er in Paris, Spanien und Rom. 1863 wurde er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. J. fertigte vor allem Porträtstiche an. 1882 wurde er als künstlerischer Beirat an die Berliner Reichsdruckerei berufen.
      Quellen:
      Thieme-Becker 18, S. 260
      //de.wikipedia.org/wiki/Louis_Jacoby
     
Berggruen, Oscar: Louis Jacoby : ein Lebensbild.
In: Die graphischen Künste. - Bd. 5 (1883), S. 107-111.   Digital
Signatur UB Heidelberg: C7219-1 A Gross RES::5.1883
⇒ III: 45.

Jahn, Otto
klass. Philologe, Musikforscher,
* Kiel 16.6.1813, † Göttingen 9.9.1869. Lehrte an den Universitäten Kiel, Greifwald und Leipzig. 1850 wurde er wegen Unterstützung der Aufstände in Schleswig-Holstein seines Amtes enthoben. 1854 folgte er einem Ruf der Universität Bonn.
Jahn verfasste 1856–1859 eine Mozart-Biographie, die grundlegend für die Mozartforschung wurde. Er begann auch Material zu einer Beethoven-Biographie zu sammeln, brach dieses Unternehmen jedoch ab.
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-12)
      ADB Bd. 13, S. 668-686
      NDB Bd. 10, S. 304-306
      //de.wikipedia.org/wiki/Otto_Jahn_(Arch%C3%A4ologe)
⇒ I: 262, 306.
⇒ II: 49.

Joachim, Joseph
Violinist und Komponist,
* Kittsee (im Burgenland; südlich von Pressburg) 28. 6. 1831, † Berlin 15. 8. 1907; 1849–53 Konzertmeister in Weimar, 1854 Königlicher Konzertmeister (1859 Konzertdirektor) in Hannover, 1868 Direktor der neu gegründeten Berliner Musikhochschule. Joachim war ein bedeutender Solist und Kammermusiker, u. a. in seinem eigenen Streichquartett, beteiligt an den Uraufführungen des Violinkonzerts und des Doppelkonzerts von J. Brahms. Er komponierte Werke für Violine und schrieb eine »Violinschule« (1902–05, 3 Bände, mit Andreas Moser).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      NDB Bd. 10, S. 440-441
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Joachim
⇒ II: 232, 383.
⇒ III: 134.

Johannes, Betty, geb. von Velten
Schwester von Olga Helmholtz,
* 1824, † nach 1902, Tochter des Oberstabsarztes Leopold von Velten (1791-1838) und Julie von Velten, geb. Puhlmann.
Sie heiratete am 1. März 1847 ihren Onkel Dr. phil. Emil Puhlmann (1808-1853), der Pächter des Gutes Dahlem war. Im März 1848 wurde ihr Sohn Axel geboren. Nach dem Tod ihres Mannes heiratete sie 1854 in zweiter Ehe Reinhold Johannes (* 1827, † 8.2.1879).
      Quellen:
      Werner, S. 70
      Kremer, S. 3-5, 146
⇒ I: 65, ✉ 66, ✉ 67, 112, 193, 218, ✉ 224, ✉ 306, 332, ✉ 342, ✉ 345, ✉ 374-375.
⇒ II: ✉ 76, 190.
⇒ III: 123.

Jolly, Friedrich
Psychiater,
* Heidelberg 24.11.1844, † Berlin 4.1.1904. Der Sohn des Physikers Philipp Jolly und Neffe des badischen Politikers Julius Jolly studierte in München und Göttingen Medizin mit dem Schwerpunkt Neurologie und Psychiatrie. Ab 1870 arbeitete er im Würzburger Juliusspital und wechselte 1873 nach Straßburg, 1890 nach Berlin.
      Quellen:
      NDB Bd. 10, S. 588-589
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Jolly
⇒ III: ✉ 54-55.

Jolly, Julius
bad. Politiker,
* Mannheim 21.2.1823, † Karlsruhe 14.10.1891, Bruder von 2) [Philipp von Jolly]; wurde 1857 Prof. der Rechte in Heidelberg und 1861 Ministerialrat; mit F. Freiherr von Roggenbach und K. Mathy erstrebte er die Einigung Dtl.s unter preuß. Führung. 1866 wurde er zum Präs. des bad. Ministeriums des Innern ernannt, 1868 übernahm er als Staats-Min. die Leitung einer liberalen Reg. und vollzog mit Großherzog Friedrich I. den Anschluss Badens an den Norddt. Bund sowie 1870/71 den Eintritt in das Dt. Reich. J.s scharfer Kulturkampf gegen die kath. Kirche führte 1876 zu seinem Rücktritt. Danach wurde er Präs. der Oberrechnungskammer.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 11, S. 225
      HGL S. 127-128
      ADB Bd. 50 S. 690
      NDB Bd. 10, S. 589-591
      //de.wikipedia.org/wiki/Julius_August_Isaak_Jolly
⇒ II: 59, ✉ 118, 179.

Jolly, Luise, geb. Wüstenfeld
Ehefrau des Physikers Philipp Jolly,
1821-1874, ⚭ 1.10.1839 in Heidelberg.
      Quellen:
      HGL S. 128
⇒ I: 320.

Jolly, Philipp Johannes Gustav von
Physiker,
* Mannheim 26.9.1809, † München 24.12.1884, Bruder von [Julius Jolly];
Prof. in Heidelberg (1839 für Mathematik, 1846 für Physik) und (seit 1854) in München, wo er an der Reorganisation der bayerischen techn. Lehranstalten beteiligt war. J. ist v.a. als Experimentalphysiker (u.a. Messung der Fallbeschleunigung mithilfe von Präzisionswaagen) und als Instrumentenbauer bekannt geworden. Ein weiteres Arbeitsgebiet war die Osmose.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus Bd. 11, S. 225
      HGL S. 128
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/jolly.htm
⇒ I: 320.

Jonas, Ludwig
Theologe,
*Neustadt (Dosse) 11..1797, † Berlin 19.9.1859;
studierte von 1815 bis 1819 Evangelische Theologie in Berlin und gründete 1818 die Alte Berliner Burschenschaft. Seit 1833 war er dritter Diakon von St. Nikolai in Berlin. Er gab den literarischen Nachlass von Friedrich Schleiermacher heraus. Ab 1843 engagierte er sich auch in der kirchenpolitischen Debatte.
      Quellen:
      ADB Bd. 14, S. 497-498
      //de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Jonas
⇒ I: 7.

Jones, Daniel Evan
engl. Physiker, * 1863, † nach 1921; war Physikprofessor am University College of Wales bis 1891. Übersetzer von Heinrich Hertz »Electric waves«, »Principles of Mechanics« und »Micellaneous Papers«. Quellen:
      British Biographical Archive, Fiche II 1582,147
⇒ III: 136.

Jones, Henry Bence
Arzt und Chemiker,
* Yoxford 31.12.1813, † London 20.4.1873;
studierte Theologie und Medizin und arbeitete 1841 bei Justus von Liebig. Nach seiner Rückkehr war er in London als Klinikarzt tätig.
      Quellen:
      Pagel, Sp 827-828
     
//de.wikipedia.org/wiki/Henry_Bence_Jones
⇒ I: 194, 197, 373.
⇒ II: 49.

Joule, James Prescott
britischer Physiker,
* 24.12.1818 in Salford, † 11.10.1889 in Sale (County Cheshire).
Joule war Sohn eines wohlhabenden Brauers in Salford, nahe Manchester. Als Jugendlicher nahm er zwar Privatstunden bei dem damals 70-jährigen Dalton, jedoch lernte Joule vor allem autodidaktisch. Er half in der Brauerei des Vaters mit, bis diese 1854 verkauft wurde. Bereits ab 1837 widmete Joule sich hauptsächlich der experimentellen Forschung in seinem eigenen Labor.
Joule untersuchte die Wärmeentwicklung elektrischer Ströme, stellte 1841 das joulesche Gesetz und 1843 das Energieprinzip (unabhängig von Robert Mayer) auf, entdeckte 1847 die Magnetostriktion und bestimmte den Wert des mechanischen Wärmeäquivalents (1850). Er stellte Versuche über die innere Energie der Gase an und entdeckte dabei gemeinsam mit W. Thomson 1852 den Joule-Thomson-Effekt. Bei Ausdehnungsversuchen mit Gasen gelangte Joule zur Auffassung, Wärme sei kein Stoff, sondern die Bewegung von Teilchen. Damit wurde er zu einem der Begründer der Wärmelehre (→ Thermodynamik). Seine geringen mathematischen Kenntnisse hinderten ihn daran, seine experimentellen Ergebnisse in eine entsprechende Theorie einzubetten. Nach ihm ist die SI-Einheit der Energie, das Joule (J), benannt.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      //de.wikipedia.org/wiki/James_Prescott_Joule
⇒ I: 82, 86, 87, 89, 90, 92.
⇒ II: 52, 302.

Jüngken, Johann Christian
Chirurg und Augenarzt,
* Burg bei Magdeburg 12.6.1793, † Hannover 9.9.1875; wurde 1834 Professor für Chirurgie und Augenheilkunde in Berlin. Seit 1841 leitete er die Chirurgische Klinik.
      Quellen:
      ADB Bd. 14, S. 727-732
      NDB Bd. 10, S. 645
      //de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christian_J%C3%BCngken
⇒ I: 46, 62.

Junge
Besuchte 1859 gemeinsam mit C. Binz Hermann Helmholtz und seine Frau.
[Weitere Angaben waren nicht ermittelbar.]
⇒ I: 346.

Letzte Änderung: April 2022     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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